Nissan Leaf: Mit E-Auto von Europa nach Asien

Nissan Leaf AT-EV. Foto: spothits/Nissan
Nissan Leaf AT-EV. Foto: spothits/Nissan

Nissan starte mit Elektroauto Leaf bei der Mongol Rally. Die Langstreckenrallye führt über 16.000 Kilometer von Großbritannien über die Mongolei nach Sibirien. Für die Rallye wurden Langstrecken- und Geländetauglichkeit des Serienfahrzeugs leicht modifiziert.

Beinahe ein Serienfahrzeug…

Die Initiative “Plug In Adventures” verbindet Fans der Elektromobilität, die mit ungewöhnlichen Projekten auf die alternative Antriebstechnologie aufmerksam machen. Für die Langstreckenrallye bis nach Sibirien haben sie sich für den vollelektrischen Nissan Leaf AT-EV (All Terrain Electric Vehicle) entschieden. Das geländetaugliche Elektroauto basiert auf dem Nissan Leaf Acenta mit 30-kWh-Batterie und einer Reichweite von bis zu 250 Kilometern pro Ladung.

Video Nissan Leaf AT-EV

Offroad-Tauglichkeit wurde sichergestellt

Für die Herausforderungen der Strecke wurde der kompakte Nissan Leaf modifiziert: Für eine bessere Leistung auf unbefestigten Straßen ist der Leaf AT-EV auf widerstandsfähigen Rädern und Reifen unterwegs. Geschweißte Platten unter den Querlenkern, geflochtene Bremsleitungen, Schmutzfänger und ein sechs Millimeter starker Aluminium-Wannenschutz sorgen für zusätzliche Sicherheit im Gelände. Auf dem Dach befinden sich ein Gepäckträger und als leistungsstarker Lichtquelle ein LED-Spotbalken.

Der Weg ist das Ziel

Bei der Mongol Rally ist die Zeit unwesentlich. Aus diesem Grund wurden darauf geachtet, den Fahrern einen möglichst hohen Langstreckenkomfort zu bieten. Um Gewicht zu sparen und Platz zu schaffen, hat Plug In Adventures in Zusammenarbeit mit den britischen Spezialisten der RML Group das Interieur des Nissan Leaf angepasst. Während vorn mit Ausnahme von Gummifußmatten alles unverändert blieb, wurde die zweite Sitzreihe vollständig entfernt. Dadurch sinkt das Gewicht um 32 Kilogramm. Im Kofferraum sind ein Feuerlöscher und ein Erste-Hilfe-Kit befestigt.

Regionen werden kartografiert

Während der gesamten Strecke plant Initiator Chris Ramsey relemäßige Stopps um die Zuschauer über die Möglichkeiten der Elektromobilität zu informieren. Zudem wird er auf der „What3Words“-Plattform (http://what3words.com/) Lademöglichkeiten markieren, damit künftigen E-Autofahrern in der Region das Suchen nach Ladestationen erspart bleibt.

Alles für einen guten Zweck

Die Mongol Rally ist eine Charity-Fahrt, die über Berge sowie durch Wüsten und Steppen von Europa nach Asien führt. Die von „The Adventurists“ organisierte Rallye startete erstmals 2004 und hat seitdem rund fünf Millionen Britische Pfund (gut 5,8 Millionen Euro) für den guten Zweck eingefahren. Jedes Team beteiligt sich mit mindestens 1.000 Pfund. Die 2017er Auflage beginnt am 16. Juli; Ziel ist die russische Stadt Ulan-Ude im südöstlichen Sibirien.

sph/koe

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