Studie: Mindestlohn stärkt Binnennachfrage und Konjunktur in Deutschland

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Mit einer Analyse belegt die Hans-Böckler-Stiftung, dass der Mindestlohn sich positiv auf die Binnennachfrage auswirkt. Zudem wird die Konjunktur Deutschlands gestärkt. Hiernach seien durch die Einführung des Mindestlohnes keine negativen Auswirkungen zu erwarten. Vielmehr stärke der Mindestlohn die Tarifverträge, worin die Stiftung einen richtigen Impuls der Bundesregierung sieht.

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Keine negativen Auswirkungen

Negative Auswirkungen durch die Einführung des Mindestlohnes sind nicht zu erwarten. Dies belegen zahlreiche Studien im In- und Ausland. Überdies hätten seit langer Zeit erstmals wieder breite Bevölkerungsgruppen etwas vom Aufschwung. Steigende Löhne führten zu mehr Konsum im Inland und zunehmenden Importen nach Deutschland. Damit werde das bestehende Ungleichgewicht hoher deutscher Exporte bei vergleichsweise geringen Importen verkleinert und dass damit verbundene Gefahrenpotenzial reduziert, heißt es.

Lohnzuwachs

Bei der Lohnentwicklung ab 2015 führe der schrittweise eingeführte Mindestlohn zu einer Erhöhung von Bruttolohn- und Gehaltssumme um etwa ein Prozent. Zugleich schätzten die Forscher die Gefahr des Verlustes von Arbeitsplätzen als gering ein. Vielmehr wirke sich der Mindestlohn positiv auf die Beschäftigungszahlen aus.

Mehr Stellen, weniger Arbeitslose

So werden in Deutschland in diesem Jahr etwa 240.000 Menschen eine Stelle finden. Im kommenden Jahr kämen weitere 250.000 Menschen hinzu. Im Gegenzug sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2014 um etwa 50.000 auf knapp 2,9 Millionen Menschen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent. 2014 wird die Zahl der Menschen ohne Job erneut um 70.000 auf 2,8 Millionen im Jahresdurchschnitt zurückgehen. Die Quote liegt damit bei 6,5 Prozent.

sph/koe

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