Fluggastzahlen werden steigen

Fluggastzahlen werden steigen. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Fraport (Fototeam Stefan Rebscher)
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Fluggastzahlen werden steigen

Bis zum Jahr 2030 wird ein starkes Wachstum im Fluggastaufkommen erwartet. Das geht aus dem aktuellen Luftverkehrsbericht des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor.

Fluggastzahlen werden steigen. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Fraport (Fototeam Stefan Rebscher)
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175 Millionen Fluggäste für das Jahr 2030

Während in Deutschland 2014 rund 105 Millionen Passagiere registriert wurden, prognostizieren die Wissenschaftler 175 Millionen Fluggäste für das Jahr 2030. Das entspricht einem jährlichen Durchschnittswachstum von rund 3,3 Prozent.

Trotz des deutlichen Anstiegs an Passagierzahlen rechnen die Experten dennoch nicht damit, dass es im Jahr 2030 zu erheblich mehr Starts an deutschen Flughäfen kommen wird. „Es werden immer größere Flugzeuge eingesetzt. Das bedeutet, dass die Anzahl der Starts nur vergleichsweise gering ansteigen wird”, erklärt Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. Für 2030 werden insgesamt 1,07 Millionen Starts pro Jahr prognostiziert. Das entspricht einem Plus von 130 000 Starts – im Vergleich zu 2014 liegt der jährliche Zuwachs damit bei nur knapp einem Prozent.

Besonders deutlich wird das Wachstum beim Frachtaufkommen ausfallen. Hier wird mit einer Steigerung der eingeladenen Fracht von 2,3 Millionen Tonnen im Jahr 2014 auf 7,3 Millionen Tonnen im Jahr 2030 gerechnet.

Der Luftverkehr hat bereits in den vergangenen Jahren spürbar zugelegt. Seit dem Luftfahrt-Krisenjahr 2009 sind die Passagierzahlen um 13 Millionen auf insgesamt 105 Millionen Fluggäste gestiegen. Global gesehen stieg das Passagieraufkommens um ein Drittel – von rund 2,5 Milliarden auf fast 3,3 Milliarden beförderte Personen pro Jahr. Der Zuwachs beruht vor allem auf steigende Passagierzahlen auf dem asiatischen Kontinent.

Das Volumen der Luftfracht, die an deutschen Flughäfen umgeschlagen wurde, ging im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr hingegen leicht zurück -(0,8 %). Insgesamt liegt es mit 2,3 Millionen Tonnen eingeladener Fracht aberdeutlich über dem Wert des Krisenjahrs 2009 (1,9 Millionen Tonnen). Im europäischen Vergleich ist das Gesamtaufkommen aller Fracht- und Postsendungen um knapp vier Prozent gestiegen. Im Zeitraum zwischen 2005 und 2014 stieg das weltweite Luftfrachtvolumen sogar um fast 40 Prozent.

Da immer mehr Flugzeuge über immer größere Kapazitäten an Sitzplätzen verfügen, ist das Gesamtaufkommen der Flüge weltweit allerdings nur verhalten und insgesamt langsamer als das Passagieraufkommen gewachsen. Auf den weltweit circa 2500 Flughäfen wurden etwa 33 Millionen Passagierflüge abgewoickelt, davon etwa 7,6 Millionen in Europa. Insgesamt fliegen rund 35 000 Flugzeuge weltweit vorwiegend im Linien- und Charterverkehr. Dazu kommen noch rund 90 000 kleinere Flugzeuge und Helikopter überweigend aus dem Bereich Business Aviation.

sph/ampnet/jri

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