Ratgeber: Vor der ersten Ausfahrt das Motorrad checken

Ratgeber: Vor der ersten Ausfahrt das Motorrad checken. © spothits/Louis/GTÜ
Ratgeber: Vor der ersten Ausfahrt das Motorrad checken. © spothits/Louis/GTÜ

Ratgeber: Vor der ersten Ausfahrt das Motorrad checken

Mit den Osterferien starten viele Motorradfahrer in die neue Saison. Damit der Fahrspaß nicht getrübt wird, rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) vor der ersten Ausfahrt zu einem kurzen Check der Maschine. Der erste Blick sollte den Reifen gelten.

Ratgeber: Vor der ersten Ausfahrt das Motorrad checken. © spothits/Louis/GTÜ
Ratgeber: Vor der ersten Ausfahrt das Motorrad checken. © spothits/Louis/GTÜ

Sind Lauffläche und Flanken immer noch unbeschädigt?

Gesetzlich vorgeschrieben ist für den mittleren Bereich der Lauffläche, die etwa drei Viertel der Laufflächenbreite einnimmt, ein Mindestprofil von 1,6 Millimetern. Bei Kleinkraft- und Leichtkrafträdern ist mindestens ein Millimeter erforderlich. Die GTÜ-Experten empfehlen aus Gründen der Sicherheit jedoch Profiltiefen von nicht weniger als zwei bis drei Millimeter.

Nach der Winterpause fehlt schnell mal ein bar, entsprechend schwammig und unsicher ist dann das Fahrverhalten. Daher ist die Kontrolle des Reifendrucks eines der obersten Gebote.. Auch Felgen und Speichen gehören auf Schäden geprüft. Bei Speichen empfiehlt sich mit einem Schraubendreher eine „Klangprobe“. Unterschiedliche Töne deuten auf ungleichmäßige Speichenspannung aufgrund zu loser oder zu stramm gespannter Speichen hin.

Die Bremsbeläge dürfen nicht bis zur Verschleißanzeige abgefahren sein und die riefenfreien Bremsscheiben eine Mindestdicke nicht unterschreiten. Der Pegel im Bremsflüssigkeitsbehälter muss innerhalb der Markierungen im Schauglas stehen. Die Bremse kann zudem einfach durch Betätigen des Hebels kontrolliert werden. Plötzliche Spielveränderungen oder schwammiger Widerstand am Bremshebel lassen auf Mängel an der Anlage schließen.

Bei Modellen mit Kette ist auf die richtige Spannung zu achten und die Schmierung nicht zu vergessen. Sind bei Kardanantrieb alle Lager, Manschetten und Gelenke sauber und dicht oder tritt Öl aus? Zahnriemen dürfen nicht ausgefranst, rissig oder anderweitig beschädigt sein.

Wie sieht es mit Motoröl und – bei wassergekühlten Motoren – dem Kühlmittel aus? Die Füllstände müssen unbedingt innerhalb der entsprechenden Markierungen von Peilstab oder Schauglas liegen. Probehalber sollten auch alle Lichter und die Blinker auf ihre Funktionstüchtigkeit hin gecheckt werden.

Die GTÜ empfiehlt, die wichtigsten Prüfungen nicht nur zum Saisonstart, sondern vor jeder Fahrt vorzunehmen. Bei der Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation gibt es außerdem eine Broschüre rund um alle wichtigen Fragen rund ums Motorradfahren. Die Themen reichen von der Wahl der richtigen Bekleidung über Infos zu Fahrertrainings und Grundlagen der Fahrtechnik bis hin zu Tipps zum Fahren in der Gruppe oder der Ausfahrt mit Kindern. Der „Motorradratgeber“ kann kostenlos per Post bei der Gesellschaft für Technische Überwachung – Stichwort: Motorradratgeber – Vor dem Lauch 25, 70567 Stuttgart oder per E-Mail an vertrieb@gtue.de bestellt werden. Erhältlich ist das Heft auch bei GTÜ-Partnern vor Ort. Zudem steht der Ratgeber unter www.gtue.de/motorradratgeber zum Blättern im Internet bereit.

sph/ampnet/jri

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