Deutsche Rallye-Meisterschaft 2016: Skoda macht den Sack zu

Deutsche Rallye-Meisterschaft 2016: Skoda macht den Sack zu. © spothits/Skoda
Deutsche Rallye-Meisterschaft 2016: Skoda macht den Sack zu. © spothits/Skoda

Deutsche Rallye-Meisterschaft 2016

Das werkseitige Engagement von Skoda in der Deutschen Rallye-Meisterschaft trägt Früchte. Nachdem die tschechische VW-Tochter 2015 wieder mit einem offiziellen Werksteam in das Championat eingestiegen ist, feierte die erfolgreichste deutsche Importmarke am Wochenende einen doppelten Erfolg.

Deutsche Rallye-Meisterschaft 2016: Skoda macht den Sack zu. © spothits/Skoda
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Skoda macht den Sack zu

Mit einem Sieg bei der abschließenden Drei-Städte-Rallye in Niederbayern belohnten sich Fabian Kreim und sein Copilot Frank Christian nach dem sechsten Saison-Erfolg mit dem Meistertitel.

Elf Wertungsprüfungen mit 120,6 Kilometer Länge waren am Wochenende in Niederbayern für die mehr als 120 gemeldeten Starter beim Finale der diesjährigen Deutschen Rallye-Meisterschaft zu absolvieren. Neben Skoda engagierte sich in diesem Jahr auch Peugeot mit einer Werksmannschaft in dieser Motorsportserie. Skoda brachte allein vier Fahrzeuge an den Start, die nach den Vorgaben der sogenannten „R5-Klasse“ homologiert sind. Die Boliden auf Basis des Skoda Fabia verfügen über einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung, der 205 kW / 280 PS leistet. 420 Newtonmeter stehen bei 4750 U/min zur Verfügung, Das Mindestgewicht beträgt 1230 Kilo. Die Kraftübertragung besorgt ein sequentielles Schaltgetriebe mit fünf Gängen. Auf Asphalt kommen 18-Zoll Räder mit Spezialreifen von Pirelli zum Einsatz, auf Schotter sind es lediglich 15-Zöller.

Das Auto, das in der Basis einen Wert von rund 180 000 Euro darstellt, ist Skodas derzeit erfolgreichste Geheimwaffe. Bei bislang 17 Starts in der Rallye-Weltmeisterschaft gab es bislang 30 Platzierungen in den Top Drei. Nunmehr sechs nationale Titel ergänzen die aktuelle Erfolgsbilanz.
Für den 24-jährigen Piloten Fabian Kreim ist es der erste große Titel in seiner nunmehr vierjährigen Rallye-Karriere. Der 60 Kilo leichte Profi kam über das Kart in den Rallyesport. Bei 24 Teilnahmen an Rallyes in der Deutschen Meisterschaft stand der Odenwälder elfmal auf dem Siegertreppchen ganz oben. Beoifahrer Frank Christian aus Oberhausen ist seit 2000 eine feste Größe auf dem Platz des Copiloten. Seit 2004 ist er in der Deutschen Meisterschaft dabei.

Viel Zeit zu feiern bleibt dem dynamischen Duo jedoch nicht. Nach einer firmeninternen Huldigung heute in der deutschen Skoda-Zentrale in Weiterstadt, geht es noch am Abend weiter nach Malaysia. Dort fährt das Tandem für Skoda in der Asien-Pazifik-Meisterschaft.

Rallyes bilden seit Jahrzehnten die sportliche DNA für Skoda. Alleine in Deutschland feierte der Hersteller seit 2002 insgesamt 39 Gesamtsiege und fünf Meistertitel. Insgesamt können nur wenige Autobauer auf eine ähnlich lange Tradition im Motorport zurückblicken. 1901, vor genau 115 Jahren, beendeten erstmals ein Fahrer einen Wettbewerb erfolgreich für die Marke. Zu erfolgreich. Denn als Narcis Podsednicek mit seinem Motorrad von Laurin & Clement (der Vorläufer-Firma von Skoda) als Erster die Wettfahrt von Berlin nach Paris beendet hatte, wurde der Sieg des Tschechen nicht gewertet. Er hatte die Aufgabe so schnell bewältigt, dass bei seiner Ankunft die Zeitnahme noch nicht besetzt war.

sph/ampnet/tl

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