Traumjob Autoindustrie: Jeder Vierte will zu BMW oder Audi

Traumjob Autoindustrie: Jeder Vierte will zu BMW oder Audi. © spothits/Auto-Medienportal.Net/UNiversität von Maastricht
Traumjob Autoindustrie: Jeder Vierte will zu BMW oder Audi. © spothits/Auto-Medienportal.Net/UNiversität von Maastricht

Dass junge Leute der Autoindustrie eher reserviert gegenüberstehen, ist ein Vorurteil, das zumindest angehende Akademiker nicht unterschreiben würden. Das geht aus einer Umfrage unter 20 000 Studierenden hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Traumjob Autoindustrie: Jeder Vierte will zu BMW oder Audi. © spothits/Auto-Medienportal.Net/UNiversität von Maastricht
Traumjob Autoindustrie: Jeder Vierte will zu BMW oder Audi. © spothits/Auto-Medienportal.Net/UNiversität von Maastricht

Die zweitbeliebteste Berufsbranche für zukünftige Universitäts-Absolventen

Danach machen die Fahrzeugbauer nach dem Medien- und Verlagswesen die zweitbeliebteste Berufsbranche für zukünftige Universitäts-Absolventen in Deutschland aus.

Das Interesse junger Menschen an der Schlüsselindustrie Automobilproduktion ist ungebrochen hoch. Derzeit gibt es in Deutschland lediglich zwei Branchen, für die sich Studierende aller Fachrichtungen kurz vor dem Examen – im prozentualen Sinne – zweistellig interessieren. Das Positive dabei aus Sicht der Manager im Automobilbau: Sie gehören mit einem Anteil von fast zwölf Prozent recht locker dazu – und müssen lediglich gegenüber ihren Kollegen im Medien- und Verlagswesen zurückstecken (17,1 Prozent). Das geht aus einer Befragung unter 20 000 Studenten im Rahmen der Studienreihe „Fachkraft 2020“ von Studitemps (mit über 300 000 Studenten und Absolventen aus 140 verschiedenen Studiengängen Zeitarbeitsfirma und Jobvermittlung für junge Akademiker) und dem Department of Labour Economics der Maastricht University hervor.

Bedarfsgemäß sind es in erster Linie Ingenieurwissenschaftler, die sich beruflich für den Automobilbau interessieren. Es folgen Studierende der Wirtschaftswissenschaften und aus dem Bereich der Informatik. Insgesamt gilt das allerdings weniger für die jüngsten aller Absolventen, die angehenden Bachelors. Von denen wollen sich nur zehn Prozent bereits nach der Prüfung bei einer Automarke bewerben. Der überwiegende Teil von ihnen strebt zunächst eine höhere akademische Qualifizierung an, um erst dann im Automobilbau erfolgreich Fuß fassen zu können.

Interessant auch, welche Marken im Focus der jungen Leute stehen. Laut Studie liegt BMW bei 26 Prozent der Befragten vorn, gefolgt von Audi (24 Prozent), Mercedes-Benz (18 Prozent), Volkswagen (13 Prozent) und Porsche (zwölf Prozent). Bei den erwarteten Anfangsgehältern ändert sich die Reihenfolge. Platz eins mit erwünschten 47 745 Euro pro Jahr belegt Porsche, knapp dahinter liegen Mercedes (47 652 Euro), Audi (46 528 Euro), BMW (43 349 Euro) und Volkswagen (41 775 Euro).

Lediglich 24 Prozent der befragten Studenten haben Sorge vor anfänglicher Arbeitslosigkeit im Automobilbereich, was im Gesamtbranchen-Ranking der Studie Platz drei bedeutet. Der geringste Pessimismus ist im Maschinen- und Anlagenbau anzutreffen (21 Prozent), der größte hingegen mit 44 Prozent im Medien- und Verlagswesen. Auch gehen Automobilbau-Interessierte – für die Zeit nach dem Jobeinstieg – von einer insgesamt sehr hohen beruflichen Zufriedenheit aus. Die in dieser Kategorie erreichten 7,48 von maximal 10 Punkten bedeuten abermals Platz 3 im Branchen-Ranking.
Andreas Wels, Gründer und Chef von Studitemps: „Die deutsche Automobilindustrie ist und bleibt eine der wichtigsten deutschen Schlüsselindustrien für angehende Akademiker. Aber nur 22 Prozent der Befragten, die es beruflich in den Automobilbau zieht, können fachbezogene Joberfahrungen vorweisen. Jobangebote und Praktika für Studenten können hier ein wichtiger Baustein für die Einstellungs-Entscheidung der Unternehmen sein.”

sph/ampnet/hrr

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