Audi erneut an der Spitze im neuesten Dekra-Gebrauchtwagen-Report

Audi erneut an der Spitze im neuesten Dekra-Gebrauchtwagen-Report. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Audi

Audi erneut an der Spitze im neuesten Dekra-Gebrauchtwagen-Report

Der A6 ist „bestes Auto aller Klassen“, gefolgt von der Stuttgarter E-Klasse und dem Q5 wieder von Audi. Insgesamt wurden 474 Modelle in neun Klassen bewertet, 27 von ihnen finden sich auf dem Siegerpodest.

Audi erneut an der Spitze im neuesten Dekra-Gebrauchtwagen-Report. © spothits/Auto-Medienportal.Net/AudiDer Dekra-Gebrauchtwagen-Report

Bei BMW, Mercedes, Renault, Toyota, VW und Volvo können Sektkorken knallen – in Ingolstadt sogar an der Magnumflasche. Im neuesten Dekra-Gebrauchtwagenreport, erschienen am 25. Februar 2016, erreichen alle diese Marken mindestens zwei erste Plätze in den insgesamt 27 Wertungen. Der Audi A6 darf sich mit dem Titel ‚Bester aller Klassen’ schmücken, Mercedes stellt den Sieger in nicht weniger als sieben Kategorien. Auch Honda, Mazda, Opel und Peugeot sind immerhin einmal mit einem ersten Platz dabei.

Die Dekra ist wie TÜV, GTÜ und KÜS eine der großen Organisationen für Fahrzeugprüfungen in Deutschland. Die Ergebnisse von jährlich acht Millionen Hauptuntersuchungen füllen eine penible Statistik. Sie wird als ‘Gebrauchtwagen-Spezial 2016’ des Fachmagazins „Auto, Motor und Sport“ veröffentlicht und ist auch im Internet unter www.gebrauchtwagenreport.com verfügbar. Das Sonderheft ist eine wertvolle Hilfe für Gebrauchtkäufer: Hier steht, welche Modelle im Lauf der Jahre wenige Probleme bereiten – und welche mit vielen Mängeln negativ auffallen.

Die Ergebnisse ihrer Hauptuntersuchungen veröffentlichen auch andere Prüforganisationen. Üblicherweise werden die Fehler dabei dem Alter der Fahrzeuge zugeordnet. Bei der Dekra hingegen ist die Fahrstrecke das Kriterium: “Ein Auto nutzt sich vor allem mit den Kilometern ab. Bei der heutigen Rostvorsorge spielt das Alter keine so wichtige Rolle mehr”. Nur wenige Beanstandungen im Karosseriebereich untermauern diese Aussage.

Der Mängelreport soll vor allem Orientierung für Gebrauchtkäufer bieten. Also wer-den in ihm nur Mängel erfasst, die für das jeweilige Fahrzeugmodell typisch sind, etwa Spiel an der Radaufhängung, undichte Stoßdämpfer, schief ziehende Bremsen oder Ölverlust am Motor. Fehler, die eher auf nachlässiger Wartung beruhen, bleiben unberücksichtigt (im Mängelreport, natürlich nicht im jeweiligen Prüfprotokoll). Hierzu gehören beispielsweise defekte Glühlampen, abgefahrene Reifen oder verschlissene Wischerblätter. Die Statistik wird dabei typgenau für die einzelnen Modelle geführt – also beispielsweise nicht für den ‚VW Golf’, sondern für ‚Golf 6’. Entsprechend exakt können sich Gebrauchtwagen-Interessenten in-formieren.

Aufgeschlüsselt werden die Ergebnisse für neun Fahrzeug-Kategorien in jeweils drei Laufleistungsklassen. Das Fahrzeug mit den geringsten Mängeln erringt dabei die ‘beste Einzelwertung’. ‘Bester aller Klassen’ wird dasjenige Fahrzeug, das am besten in allen Laufleistungs-Kategorien abschneidet. Es ist wie schon mehrfach in den Vorjahren der erwähnte Audi A6.

Statistiken, die Fehler nach dem Alter auflisten, kommen zu ähnlichem Ergebnis: Je älter das Auto, desto mehr Mängel. Wie überhaupt die Unterschiede in beiden Listen überraschend gering sind: Auf der guten wie auf der schlechten Seite tauchen jeweils etwa dieselben Modelle auf. Gebrauchtkäufer jedenfalls sind gut beraten, solche Listen zu Rate zu ziehen. Und nachzusehen, ob neuralgische Punkte an dem interessierenden Modell bereits ausgemerzt wurden.

Erstmals wurden Oldtimer in die Statistik aufgenommen. Das Kapitel „die rüstigen Alten“ stellt 25 Modelle vor, die teilweise bis zu 20 Jahre alt sind, aber noch immer als Gebrauchtwagen eine Rolle spielen. Die Auswahl geht dabei vom Alfa 147 in der Preisklasse ab 1000 Euro bis zum Porsche 911 in der Klasse über 16 000. Gemeinsames Merkmal aller vorgestellten Young- und künftigen Oldtimer: Mit ihren Mängeln liegen sie alle im grünen Bereich.

sph/ampnet/fer

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