US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein

US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein. © spothits/Ford
US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein. © spothits/Ford

US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein

Bekanntlich ist in den USA alles größer als im Alten Europa – vor allem die Schlaglöcher in den Straßen. Was diesseits des Atlantiks in der Regel (von einigen unrühmlichen Ausnahmen abgesehen) zumeist nur kleinere bis mittlere Blessuren verursacht, gähnt zwischen New York und Seattle mancherorts auf fahrwerkmordende Weise.

US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein. © spothits/Ford
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US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein. © spothits/Ford
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US-Ford Fusion: Im Fall des Falles hoch das Bein. © spothits/Ford
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Die amerikanischen Schlaglöcher

Der Autofahrerclub AAA, eine Art US-ADAC, berichtete jetzt, dass sich nicht nur zwei Drittel aller Amerikaner über mangelnden Komfort aufgrund miserabler Zustände ihrer Straßen aufregen. Weit schlimmer sind die finanziellen Folgen für sie.

In den vergangenen fünf Jahren verursachten amerikanische Schlaglöcher Schäden an Reifen, Felgen, Stoßdämpfer oder Achsen in Höhe von 15 Milliarden Dollar (13,5 Milliarden Euro) rechnete der Club aus. Ford hat den Reinfällen in die Tiefe nun den Kampf angesagt – mit einer pfiffigen Idee.

Ein von Ford-Ingenieuren neu entwickeltes elektronisch gelenktes Stoßdämpfersystem soll Schlaglöchern fortan den Schrecken nehmen. Im brandneuen Ford Fusion V6 Sport, der in etwa dem in Europa angebotenen Ford Mondeo entspricht, soll ein Computer dafür sorgen, dass weder die Passagiere noch das Fahrwerk des Wagens samt seiner technischen Details vom Straßenzustand ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen werden. “Unser neuer Ford Fusion V6 Sport dämpft die brutalen Stöße durch Schlaglöcher entscheidend”, erklärt Entwicklungs-Ingenieur Jason Michener. “Die Technik sorgt dafür, Löcher in der Straße rechtzeitig zu erkennen und das Rad fest zu halten, damit es keine Chance hat hinein zu fallen. Es schwebt sozusagen darüber.”

Damit das reibungslos funktioniert, analysiert ein Bordcomputer die Signale, die er fortlaufend von zwölf hochauflösenden Sensoren bekommt. Mit Hilfe dieser Informationen bereitet er die Stoßdämpfer alle zwei Millisekunden auf die beste Reaktion gegenüber den jeweiligen Straßenverhältnissen vor. Ermitteln die Sensoren den Rand eines Schlaglochs, sorgt der Computer schneller als ein Wimpernschlag dafür, dass der Dämpfer oben bleibt, nicht ins Loch fällt und auf der anderen Seite weich landet. Gleichzeitig erhält der hintere Stoßdämpfer den Auftrag, sich im entscheidenden Augenblick genauso zu verhalten.

“Wir haben dieses System samt Software immer wieder getestet und sind dabei über unzählige Schlaglöcher gefahren”, sagt Michener. “Das hat nicht immer Spaß gemacht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.” Zur Demonstration füllte das Test-Team ein ansehnliches Schlagloch mit fünf Tischtennisbällen und fuhr in forschem Tempo darüber. Das Auto hob brav erst das vordere, dann das hintere Bein, den Bällen passierte nichts. Bei anderen Versuchen mit einem Fahrzeug der Konkurrenz waren sie platt.

Die Fusion V6 Sport ist der erste Ford Auto, das mit einem computergesteuerten Stoßdämpfersystem und kontinuierlich geregelter Dämpfung als Standard ausgerüstet und ab Sommer in den USA erhältlich ist. Bis dahin dürften viele, vom harten Winter in den USA verursachten Löcher in den Straßen allerdings repariert sein. Doch der nächste Winter kommt bestimmt. Spätestens dann muss sich die neue Technik bewähren.

sph/ampnet/hrr

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