Skoda-Klassiker in Wiesbaden mit am Start

Skoda-Klassiker in Wiesbaden mit am Start. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Skoda
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Skoda-Klassiker in Wiesbaden mit am Start

Skoda ist bei der 33. Internationalen Oldtimer-Rallye Wiesbaden (26.–29.5.2016) nicht nur mit diversen Begleit- und Shuttlefahrzeugen am Start, sondern auch mit vier seltenen Klassikern. Zu ihnen gehört der 1101 „Tudor“ Roadster.

Skoda-Klassiker in Wiesbaden mit am Start. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Skoda
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Vier seltenen Klassiker von Skoda

Mit der intern Typ 938 genannten Baureihe begann vor 70 Jahren die Nachkriegsära der Marke.

Angetrieben wird das Modell von einem 32 PS starken wassergekühlten Vierzylinder mit 1,1 Litern Hubraum. Schnell bürgerte sich die Bezeichnung „Tudor“. Sie leitete sich aus dem englischen „two door“ ab, weil der Wagen zunächst ausschließlich als Zweitürer erhältlich war. Die Produktion der Evolutionsstufe 1102 Typ 938 lief 1948 an. Er war vor allem für das Exportgeschäft gedacht. Deshalb beeindruckte er mit besonders vielen Chromverzierungen und zeitgenössischen Komfortmerkmalen wie einer Lenkradschaltung. Skoda stellte zwischen 1946 und 1952 rund 67 000 Exemplare des 1101 und 1102 her.

Als zweites Fahrzeug setzt die Traditionsabteilung des deutschen Importeurs einen Superb 640 von 1935 bei der 450 Kilometer langen Oldtimer-Rallye rund um Wiesbaden ein. Er begründete 1934 als Oberklasse-Spitzenmodell die Topbaureihe, die heute wieder den alten Namen trägt. Im Superb 640 leistet ein 2,5-Liter-Sechszylinder 55 PS. Der Motor leitet seine Kraft über eine Kardanwelle im Zentralrohrrahmen an das Getriebe mit Differenzial vor der Hinterachse weiter – diese Transaxle-Bauweise zählte bei Skoda zu den technischen Besonderheiten der 1930er-Jahre. Im Gegensatz zur vorherigen Leiterrahmentechnik war der gegabelte Rohrrahmen deutlich verwindungssteifer, was die Karosserie weniger beanspruchte. Darüber hinaus kamen anstelle von Starrachsen vorn wie hinten damals fortschrittliche Einzelradaufhängungen zum Einsatz. Lediglich rund 200 Exemplare dieses Modells verließen die Werkshallen.

Zwei weitere Fahrzeuge kommen von privaten Teams. So gehört ein Skoda Popular Monte Carlo von 1938 zum Rallye-Tross. Als Hommage an den sensationellen zweiten Platz bei der Rallye Monte Carlo 1936 entstand dieses Topmodell der Baureihe. Heute zählt es zu den seltenen Automobilen der Skoda-Historie: Zwischen 1936 und 1838 wurden nur rund 70 Stück als Roadster oder Stromlinien-Coupé gebaut.

Vom Skoda 120 S Rallye wurden lediglich rund 100 Fahrzeuge gebaut wurden. In Wiesbaden startet ein Fahrzeug mit 1165 Kubikzentimetern Hubraum und 84 PS. In den frühen 1970er-Jahren fuhr der 120 S Rallye unter anderem Klassensiege bei der Rallye-Welt- und Europameisterschaft ein. Um das FIA-Klassenlimit von 1,3 Litern möglichst gut auszunutzen, steigerte Skoda den Hubraum auf 1289 ccm. Damit leistete der 120 S Rallye 135 PS und legte den Grundstein für den legendären 130 RS, der 1977 in seiner Klasse einen Doppelsieg bei der Rallye Monte Carlo einfuhr.

Die Oldtimer-Rallye Wiesbaden zählt zu den wichtigsten Klassikerevents Deutschlands. Die 33. Auflage beginnt morgen Mittag mit der technischen Abnahme und der Prologprüfung auf dem Schlossplatz vor dem Wiesbadener Rathaus, wo Zuschauer über 100 automobile Schätze hautnah erleben können. Am nächsten Morgen starten die Teilnehmer dort um 8.30 Uhr zur ersten Etappe. Der Sonnabend beginnt um 8.30 Uhr vor dem Kurhaus in der hessischen Landeshauptstadt, wo die Rallye mit dem Zieleinlauf ab 15.30 Uhr auch endet. Den Abschluss der Klassiker-Rallye stellt der Concours d’Elegance am Sonntag ab 10.30 Uhr im Kurpark dar. Dort können die Besucher die historischen Fahrzeuge erneut besichtigen.

sph/ampnet/jri

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