Vorstellung Jeep Grand Cherokee SRT

Kraftpaket fürs Gelände

Jeep Grand Cherokee SRT. Foto: spothits/ampnet/FCA
Jeep Grand Cherokee SRT. Foto: spothits/ampnet/FCA

Amerikaner lieben alles ein wenig größer, und deshalb hat Jeep gegenüber den Mitbewerbern auf dem Markt einen deutlichen Vorsprung. Seit 76 Jahren baut die Marke Automobile für härtestes Gelände und rollt inzwischen auch erfolgreich auf der SUV-Welle. Das für seine letzten beiden Produktionsjahre noch einmal aufgefrischte Topmodell Jeep Grand Cherokee fährt frei nach dem Motto, darf’s ein bisschen mehr sein, mit einem 6,4 Liter großen V8-Hemi-Motor vor, der so herrlich unvernünftig ist, dass man die Verantwortlichen in Detroit dafür umarmen möchte, dass sie diese Kombination auf die Straße schicken.

Schon im Stand zeigt der SRT, dass er nicht auf Spielereien eingestellt ist. Seine unter der langen Motorhaube platzierten und regelmäßig arbeitenden acht Kolben verlangen nach Bewegung und komponieren dabei bereits im Leerlauf eine akustische Kulisse, die man innen und außen genießt. Dank der Arbeit der Akustiker dringt der „All American Sound“ unverfälscht an die Gehörgänge, wenn sich der2,4-Tonner einmal in Bewegung gesetzt hat. Die aktive Geräuschunterdrückung im Innenraum filtert störende Geräusche weg, sodass der V8 die Hauptrolle übernimmt. Die beiden Lüftungskamine auf der Haube deuten ebenfalls an, dass hier eine Maschine arbeitet, die nach Leistung giert.

Nun kann man natürlich die Frage stellen, warum die Welt einen SUV mit 344 kW / 468 PS benötigt, der in fünf Sekunden die Strecke von Null auf 100 km/h sprintet, seine maximale Geschwindigkeit bei 257 km/h erreicht und so dem Anspruch „Street and Racing Technology“ voll und ganz gerecht wird. „Weil es möglich ist“, könnte man antworten. Dieser Jeep ist ganz offensichtlich nicht für schmale Waldwege gebaut, sondern für den rasanten Antritt auf der Autobahn, und doch hält auch der Spitzensportler SRT das Jeep-Versprechen und wühlt sich durch den Matsch, klettert über unwegsame Felsen und arbeitet sich steilste Abhänge herunter.

Einmal in Fahrt zeigt sich der sportlichste aller Geländekünstler von seiner angenehmen Seite, wenn man davon absieht, dass seine Konstrukteure eine etwas härtere Abstimmung gewählt haben und auch Querrillen, vor allem wenn sie kurz aufeinander folgen, sich deutlich bemerkbar machen. Daran sollten die Ingenieure arbeiten, die gerade am Nachfolger arbeiten, der in rund zwei Jahren auf den Markt rollen wird. Ansonsten fühlen sich Fahrer und Passagiere angesichts des edlen Ambientes eher in einer Luxus-Sportlimousine als in einem Geländewagen. Diesen Begriff erwähnen die Jeep-Marketingexperten übrigens längst nicht mehr. Vielmehr sieht man Jeep inzwischen als SUV-Marke, die im Jahr 1963 mit dem Wagoneer übrigens den ersten SUV auf den Markt gebracht hat. Freilich ohne es zu wissen, denn der Begriff wurde erst wesentlich später nachgereicht.

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