Reifen für den Winter – auch ohne Schnee gut zu fahren…

Reifen für den Winter – auch ohne Schnee gut zu fahren… © spothits/Heiner Klempp
Reifen für den Winter – auch ohne Schnee gut zu fahren… © spothits/Heiner Klempp

Höchste Zeit zum Wechsel: Spothits.de hat zwei besonders wintertaugliche Reifenmischungen im Oktober 2015 aufgezogen, lange auf den Winter gewartet, ein paar Krümel Schnee erlebt und Bilanz gezogen.

Leipzig/Darmstadt – Es ist immer so: Du fährst in Urlaub und freust dich riesig auf Knallsonne, viel Wärme und schönste Urlaubsstimmung. Da denkst du auch bei Kofferpacken lieber nicht an warme Pullover, wasserdichte Laufschuhe oder Regenjacke und -Schirm. Klar, daß es dann nur regnet, nieselt, eben Schiietwetter ist. Hast du aber die Hälfte des Kofferplatzes mit dicken Pullovern, Gummistiefeln, Ostfriesennerz und Regenschirmen bepackt, kommt kein Regentropfen runter und du schwitzt dich beim Kofferschleppen halb tot.

Drum hat sich spothits.de schon im Oktober 2015 vorsichtshalber Winterreifen aufziehen lassen. Auf einen Ford Mondeo Turnier Dunlops des Typs Winter Sport 5 in 205/55 R16 91H und auf einem Toyota Verso einen Satz der Bridgestones des Typs Blizzak LM001 der Größe 205/55 R16 91V. Die Reifen wurden gemäß der ADAC-Empfehlung von O bis O (Oktober bis Ostern) gefahren, egal, ob mit oder ohne Schnee.  Der Winter war dann ja auch bekanntermaßen kein solcher; in der Leipziger Senke krümelte es nicht mal richtig, und auf den Odenwälder – sonst ziemlich schneesicheren – Höhen waren zwei, drei Tage verschneit, daß kaum Schneefotos gemacht werden konnten, geschweige Profilfotos von den Reifenabdrücken im Schnee…

Also mußten die Reifen dem Härtetest der gemäßigten Temperaturen unterzogen werden, so daß sie ihre Spitzenleistungen unter Matsch- und Schneebedingungen oder eisglatten Straßen überhaupt nicht zeigen konnten. Dennoch findet spothits.de die Erfahrungen aus dem Einsatz von Winterreifen in einem durchgängig winterlosen Winter lesenswert und praxisgerecht. Denn wo sonst außer beim ADAC oder den führenden Autozeitschriften finden absolute Schnee- und Kältetests von Winterreifen im hohen Norden oder höchsten Bergen sonst noch statt – und bilden die bundesdeutschen „normalen winterlichen“ Straßenbedingungen ab. Drum wurden auch Reifen für ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse sowie ein Satz für einen typischen Mittelklasse-Kombi, jeweils nicht neuesten Baujahres, gwählt.

Vorneweg: Die Reifen beider Hersteller lieferten hervorragende subjektive Ergebnisse; sie polterten nicht auf mäßigem bis saumäßigen von Bund, Ländern, Kreisen und Kommunen seit Jahrzehnten vernachlässigten Straßen (ich glaube, in Deutschland gibt es außer den Autobahnen kaum mehr ein Stück Straße, das auf einer Mindestlänge von einem Kilometer keine Schlaglöcher, Verwerfungen, Querrisse oder trostlosen Überpflasterungen zeigt – wofür bezahlen wir überhaupt noch Kfz-Steuer???).

Auch beim Beschleunigen oder höheren Geschwindigkeiten rollten die Reifen ohne bedeutsame Geräusche von den Sohlen ab, es sei denn ein Kavalierstart mußte sein. Dann zeigte der Dunlop seine sportliche Verbundenheit und die Abstammung vom Urreifen des John Dunlop mit einer dicken Gummischicht über einem luftgefüllten Schlauch mit todschwarzen leichten Markierungen.

Bridgestone – lange Zeit eng verbunden mit dem deutschen Motorsport und im Februar dieses Jahres zum Reifenhersteller des Jahres gewählt, konnte nach langen Tests nachweisen, daß der bislang einzig verwendete Grundstoff Kautschuk nun  auch ersetzt werden kann durch den Gummi der Trockenpflanze Guayule. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der bislang strapazierten Rohstoffquellen geleistet.

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