Test VW Beetle Cabrio TDI 2.0: Der Sonne entgegen…

Test VW Beetle Cabrio TDI 2.0: Der Sonne entgegen… Foto: spothits/Volkswagen
Test VW Beetle Cabrio TDI 2.0: Der Sonne entgegen… Foto: spothits/Volkswagen

Das erste Cabrio, das ich – damals und immer noch mit dem in meinem Besitz befindlichen neuwertig auf bedruckbarem Leinengemisch ausgestellten Führerscheins der damaligen Klassen II, III und IV – vor über 50 Jahren fuhr, war ein VW Käfer mit dem legendären Stoffverdeck, das man solange unter dem Schutz herausfieseln, zuklappen und am Frontscheibenrahmen festklemmen musste, bis man auch von einem leichten Regenschauer, geschweige schon von einem Platschregen aufgeweicht war.

Immerhin funktionierte dann die Heizung schon mal auf Zuruf, bzw. nach handwerklichem Aufkurbeln des Drehgriffes, der damals schon der „Ferdinand-Porsche-Gedächtnis-Quirl“ genannt wurde. Und dann wurde es im Käfer auch schon schnell warm, saß doch die Heizungsluftzuführung direkt am dritten Zylinder, der wegen seiner ungeschickten Platzierung direkt hinter dem Ölkühler doch seeehr anfällig reagierte, wenn er nicht mehr genug Kaltluft für die Heizung erwärmen durfte. Nachteil im Winter war dann eben, daß die Heizung nur bei Vollgas wärmte.

Jetzt läuft alles wie am Schnürchen…

Heute, im Beetle Cabrio, kommt das nur als eine die frühen Autojahre nicht gerade im sonnigen Licht erscheinende hämische Anekdote an. Heute nämlich hat der Beetle auch als Cabrio eine supergut funktionierende Klimaanlage, die immer für wohlige Temperaturen sorgt und in der aufpreispflichtigen Ausstattungs-Preisliste bestimmt auch die Position von Kopfstützen, die bei kühlen Temperaturen warme Luft um den Nacken der Passagiere streichen lassen. Denn nicht immer ist eitel Sonnenschein, wenn man das Stoffdach des Beetle Cabrios – heute elektrisch – sich zusammenfalten läßt. Schön dabei, daß es sich zu jenem markanten Tablett zusammenfaltet, das das altehrwürdige Käfer Cabrio zierte – und dabei nicht mehr klappert und rappelt. Aber all die kleinen und großen Kleinigkeiten, über die man sich aufregte im Laufe von etlichen VW-Jahrzehnten, sind ja vorbei seit Spaltmaß-Ferdi’s technisch-perfektionistischem Vorsitz.

… in Sekunden ist alles erledigt

Und die Betätigung des aktuellen Cabrio-Daches erfordert außer dem einfachen Anheben oder Niederdrücken des Schalters per Zeigefinger keinen Kraftaufwand und auch der Zeitfaktor schnurrt beachtlich zusammen. Kaum eine Minute braucht es, und dann sitzt man wieder im Trockenen. Daß dann noch eine Klimaanlage auf Basis einer gut funktionierenden Heizung das bei raschen Temperaturstürzen bekannte Wärmeverlangen der Spezies Mensch gleich ebenso schnell anspringt, hätte man von einem Ur-Cabrio aus den VW-Zeiten der sechziger oder siebziger Jahre nie erwarten dürfen.

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